Jehmlich-Orgel


Seit März 1945 war die Vorgängerorgel (Fa. Walcker, Ludwigsburg) wegen Bombenschäden beim Angriff am 26. März 1945 nicht mehr spielbar. Sie wurde 1948 abgebaut und eingelagert. Als sich herausstellte, dass die alte Orgel nicht wieder hergestellt werden konnte, wurde 1958 bis 1966 durch die Dresdener Orgelbaufirma Jehmlich  eine elektropneumatische Orgel in 4 Bauabschnitten gebaut, wobei noch zu gebrauchende Teile der Vorgängerorgel Verwendung fanden. Die lange Bauzeit kann damit erklärt werden, dass  die nach dem Krieg noch existierenden Orgelbaufirmen überlastet waren und die Orgel in den zur Verfügung stehenden Raum eingepasst werden musste. Am 22. Mai 1966 wurde die neue Orgel geweiht. Sie ist eine der größten Orgeln in der Region. Das Gehäuse misst 4,9m x 6m. Die Orgel besitzt drei Manuale (Tastaturebenen), eine Pedalebene, 48 klingende Stimmen (Register) und 3616 Pfeifen aus verschiedenen Materialien. In den Jahren 1999 bis 2001 wurde eine Generalinstandsetzung durchgeführt. 2015 war eine Reinigung von 2/3 der Pfeifen nötig, nachdem Jugendliche aus Übermut einen Pulverfeuerlöschers in der Kirche entleert hatten. Zuletzt wurden 2017 alle elektrischen Leitungen erneuert und der Spieltisch saniert.

Neben dem Altar gibt es noch eine Kleinorgel (Orgelpositiv, d. h. nur ein Manual und ohne Pedale, ca. 300 Pfeifen).

Weiterführende Infos zur Jehmlich-Orgel der Johanniskirche finden Sie unter Wikipedia.